Die Meinungen der Angler bezüglich des Angelns am Forellensee gehen weit auseinander. Sie reichen von Begeisterungsstürmen bis hin zu abfälligen Bemerkungen. Doch unabhängig welche Meinung man vertritt – fest steht: Am Forellensee gelten eigene Gesetze und die begehrten Salmoniden zeigen sich so manches Mal ausgesprochen launisch.
In wenigen Sternstunden stürzen sie sich wahllos auf jeden Köder und es kommt zu wahren Massenfängen, an anderen Tagen zeigen sie sich dagegen schwierig und wählerisch. Unbestritten ist aber die Tatsache, dass der Fangerfolg in hohem Maße von perfekt abgestimmtem Gerät und der richtigen Präsentation des Köders abhängt.
Aus diesem Grund starteten wir zusammen mit dem bekannten Autor und Forellenexperten Michael Kahlstadt das „Trout-Project“. Über ein Jahr lang testete er unsere neuen Produkte in Deutschland, Italien und Dänemark. Und immer wieder veränderten und verbesserten wir sie. Heraus kamen nicht nur speziell auf die Belange am Forellensee abgestimmte Ruten und Rollen, sondern auch neu entwickelte Haken und außergewöhnliche Schlepp-Posen.
Besonders stolz sind wir allerdings auf unsere neuen „Horizontal Zocker“. Mit diesen neuen Schlepp-Zockern, die äußerlich wie ein Sbirulino aussehen, bieten wir dem Angler erstmalig ein Produkt an, bei dem er genau weiß, in welcher Wassertiefe er schleppt!
Grundsätze:
Können Sie die Forellen sehen, so gilt dies auch umgekehrt. Nun sind Zuchtforellen zwar grundsätzlich an Menschen gewöhnt, trotzdem kann vor allem an weitläufigen, relativ menschenleeren Seen etwas Deckung und Vorsicht nicht schaden.
Werfen Sie nie direkt in den Schwarm sondern immer darüber hinweg und ziehen Sie den Köder dann langsam auf die Fische zu.
Benutzen Sie keine auffälligen Farben. Dies gilt sowohl für Wasserkugel und Pose, als auch für die Köder!!
Je vorsichtiger die Fische, desto länger das Vorfach.
Einige Forellentrupps besitzen eine Art »Leittier«. Hierbei handelt es sich oft um einen besonders großen und starken Salmoniden. Versuchen Sie diesen Fisch zu schonen, denn er hält den Trupp zusammen. Ohne ihn zerfällt die Schule oft in Windeseile und Sie dürfen die Fische anschließend einzeln suchen.
Praxis:
Als Köder bewähren sich Heuschrecken. Stehen diese nicht zur Verfügung, so konnte ich vor allem am sehr frühen Morgen – wenn es noch dämmert – mit etwas schwarzem, schwimmenden Forellenteig und einem Mehrwurm einige Erfolge feiern. Um die Heuschrecke am Haken zu befestigen empfiehlt sich Sekundenkleber. Ein Tropfen der Flüssigkeit kommt auf den Hinterleib der Heuschrecke (ideal ist die Unterseite), anschließend den Haken mit dem Schenkel daran halten – einige Sekunden warten – fertig! Auf diese Art und Weise befestigt halten die Heuschrecken sehr lange und ziehen durch ihre strampelnden Bewegungen schnell die Aufmerksamkeit der Forellen auf sich. Steht kein Sekundenkleber zur Verfügung, bleibt nur das Durchstechen des Hinterleibes mit einem dünndrahtigen, superscharfen Haken. Allerdings verletzt man die Insekten dabei so stark, dass sie fast unbeweglich im Wasser hängen.
Danach werfen Sie die Montage über den Standplatz des Schwarms hinweg und ziehen sie anschließend langsam mitten in den Forellentrupp. Diese Übung gelingt relativ leicht, wenn die Fische sich unbeweglich innerhalb eines begrenzten Raumes aufhalten. Schwimmen sie dagegen umher, so muss der ungefähre Weg abgeschätzt werden und man versucht ihnen durch Werfen und Herankurbeln den Weg abzuschneiden. Der Biss erfolgt dagegen sehr häufig innerhalb von Sekunden.
Gerätekiste:
Rute: Trout Impact, X-Project 1 oder X-Projekt 2
Rolle: X-Projekt 1
Schnur: 0,18er Trout Project Soft
Haken: Mustad Ultra Point Brassenhaken Nr. 10035 NB Gr. 10
Zubehör: Wasserkugel zu ¾ gefüllt (8gr für kleine Teiche, 14gr für große
Wurfweiten), Korkpose 1gr, etwas Schnurfett, Sekundenkleber
Köder: Heuschrecken
Viel Erfolg
beim Angeln an der Oberfläche wünscht
Michael Kahlstadt |