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Allgemeine Echolotinformationen:
Arbeitsweise
Das Wort "Sonar" ist eine Abkürzung für "SOund, NAvigation and Ranging" (Schall, Navigation und Reichweite). Es wurde im Zweiten Weltkrieg zur Ortung von U-Booten entwickelt. Ein Sonar / Echolot besteht im Prinzip aus Sender, Geber / Schwinger, Empfänger und einer Anzeigeeinheit.
Einfach ausgedrückt wird ein elektrischer Sendeimpuls durch den Geber in eine Schallwelle umgewandelt, die ins Wasser geleitet wird. Trifft sie dort ein Objekt, so wird sie daran reflektiert. Dieses Echo gelangt zum Schwinger, wird dort in einen elektrischen Impuls zurück verwandelt und vom Empfänger an die Anzeigeeinheit (heutzutage meist ein LCD-Bildschirm) weitergeleitet. Da die Schallgeschwindigkeit im Wasser nahezu konstant ist (etwa 1440 m pro Sekunde), kann die Zeitspanne zwischen gesendetem Signal und empfangenem Echo gemessen und zur Entfernungsmessung genutzt werden. Dieser Vorgang wiederholt sich nun mehrmals pro Sekunde. Die Frequenz, die von Lowrance-Echoloten hauptsächlich genutzt wird, beträgt 200 kHz, einige Geräten senden jedoch auch mit 50 kHz. Das hier benutzte Frequenzspektrum ist nicht nur für Menschen, sondern auch für Fische unhörbar - mit einem Sonar werden die Fische also nicht verscheucht.
Wie oben erwähnt, sendet und empfängt das Sonar Signale und "schreibt" die Echos auf den Bildschirm. Da dies mehrere Male pro Sekunde geschieht, entsteht eine durchgezogene Linie auf der Anzeige, die das Bodenecho darstellt. Zusätzlich werden Echos angezeigt, die durch Objekte zwischen Wasseroberfläche und Boden entstehen. Da Schallgeschwindigkeit und Zeitspanne zwischen Senden und Empfangen der Echos bekannt sind, kann das Echolot die Tiefe des Wassers und der einzelnen Fische anzeigen.
System-Leistung
Es gibt vier Faktoren für ein gutes Echolot:
- Hohe Sendeleistung
- Effizienter Geber
- Empfindlicher Empfänger
- Hochauflösender, kontrastreicher Bildschirm
Dies sind die Bedingungen für die "System-Leistung". Alle Teile des Systems müssen so entworfen sein, dass sie auch bei schwierigen Wetterbedingungen und extremen Temperaturen perfekt zusammenarbeiten. Hohe Sendeleistung sorgt für ein gutes Echo, auch in tiefem Wasser oder bei kritischen Wasserbedingungen, wie etwa durch Wind aufgewühlt, oder mit vielen Schwebeteilchen durchsetzt. Zusätzlich führt sie auch zu hoher Detailauflösung, um Köderfische oder andere kleinere Objekte im Wasser zu erkennen. Der Empfänger wird mit einem weiten Signalbereich konfrontiert. Er muss die vom Geber kommenden starken Signale dämpfen, und die schwachen verstärken. Die verschiedenen, auch nahe zusammen liegenden Echos werden getrennt, und an die Anzeige weitergeleitet. Der Bildschirm sollte dazu eine hohe Auflösung besitzen (speziell in der Vertikalen) und einen guten Kontrast bieten, um alle Details klar und scharf abzubilden. So können Fischsicheln und feine Details sauber angezeigt werden.
Frequenzen
Fast alle Lowrance Fischfinder arbeiten mit 200 kHz, einige benutzen aber auch 50 kHz. Es gibt Vorteile für beide Frequenzen, allerdings ist 200 kHz für fast alle Verwendungszwecke die bessere Wahl. Es sorgt für feinere Detailauflösung, arbeitet bei flachem Wasser und höherer Geschwindigkeit deutlich besser, und zeigt typischerweise weniger "Rauschen" und unerwünschte Echos. Die Trennschärfe ist ebenfalls bei 200 kHz größer, wichtig, um z.B. zwei dicht beieinander stehende Fische zu trennen, und sie nicht als ein einziges Objekt darzustellen.
Für einige Anwendungen empfiehlt sich trotzdem ein Echolot mit 50 kHz- Schwinger. Charakteristisch für 50 kHz-Echolote ist (bei gleichen Bedingungen und gleicher Sendeleistung) die größere erreichbare Wassertiefe verglichen mit 200 kHz-Echoloten. Dies ist durch die Natur des Mediums Wasser begründet, das Schallwellen hoher Frequenz stärker abschwächt als die niedriger. Darum findet ein 50 kHz-Sonar Anwendung in der Tiefwasser- Fischerei. Hinzu kommt, dass die Schwinger mit niedriger Frequenz unter Wasser einen größeren Bereich abdecken und sich somit gut für das Fischen mit mehreren Downriggern eignen. So ist es nur verständlich, dass beim Schleppfischen 50 kHz auch bei geringeren Tiefen oft bevorzugt wird.
Echolot-Geber
Der Geber, auch Schwinger genannt, ist die "Antenne" des Sonars. Es wandelt die elektrischen Schwingungen des Senders in Ultraschallschwingungen um. Diese werden vom Schwinger durch das Wasser geschickt und werden dort von allen Objekten reflektiert. Gelangt dieses Echo zurück an den Geber, wandelt dieser die Schallwellen zurück in elektrische Impulse, die dann vom Empfänger des Echolotes ausgewertet werden. Die Frequenz des Schwingers muss mit dem des Echolotes übereinstimmen, deshalb kann ein 50 kHz-Schwinger nicht mit einem 200 kHz-Echolot benutzt werden. Ein guter Geber muss hohe Sendeleistung ertragen können, die elektrischen Impulse möglichst komplett in Schallwellen umwandeln, außerdem auch noch die kleinsten Echos wieder empfangen. All dies muss in der richtigen Frequenz erfolgen, Echos auf anderen Frequenzen sollen ignoriert werden - in anderen Worten, der Schwinger muss sehr effektiv arbeiten.
Kristall
Das aktive Element eines Schwingers ist ein künstlich hergestellter Kristall. Die einzelnen Bestandteile werden gemischt, eingeschmolzen und in Formen gegossen. Diese werden dann in einem Ofen zu den fertigen Kristallen "gebacken". Nach dem Abkühlen wird eine leitfähige Schicht auf zwei Seiten des Kristalls angebracht, und daran jeweils ein Draht gelötet, um den Kristall mit dem Geberkabel zu verbinden. Die Form des Kristalls bestimmt sowohl die Frequenz wie auch den Sendewinkel des Gebers. Bei runden Kristallen (hauptsächlich verwendet) hängt die Frequenz von der Dicke und der Geberwinkel vom Durchmesser ab. Zum Beispiel besitzt ein 200 kHz- / 20°-Geber-Kristall einen Durchmesser von etwa 2,5 cm, ein 8°-Geber-Kristall hingegen einen Durchmesser von etwa 5 cm. Je größer also der Kristall ist, desto kleiner ist der Geberwinkel. Dies ist der Grund, weshalb ein 20°-Geber soviel kleiner als ein 8°-Geber ist - bei gleicher Frequenz.
Gehäuseformen
Echolot-Geber gibt es in allen Größen und Formen. Die meisten Schwinger werden aus Kunststoff hergestellt, einige Durchbruchgeber auch aus Bronze. Wie im letzten Abschnitt beschrieben, hängen Frequenz und Sendewinkel von der Kristallgröße ab. Deshalb wird die Gehäusegröße hauptsächlich durch den Kristall bestimmt. Es sind vier typische Schwingertypen im Gebrauch: Durchbruchgeber, Geber, die durch den Rumpf orten, portable (Saugnapf-) Geber und für die Montage am Heckspiegel, die wohl gebräuchlichste Variante.
Durchbruch-Geber
werden in ein passend gebohrtes Loch im Rumpf eingesetzt. Sie besitzen im Normalfall ein langen Schaft, und werden im Inneren des Bootes mit einer passenden Mutter befestigt. Bei einem flachen Rumpf ist die Installation damit komplett. Wird der Geber hingegen auf einer Seite eines V-Rumpfes montiert, muss zusätzlich noch ein Einpassblock montiert werden, um zu gewährleisten, dass der Schwinger senkrecht steht. Durchbruchgeber werden üblicherweise in Booten mit Wellenanlage benutzt, um den Geber vor dem Ruder, dem Propeller und dessen Welle anzubringen.
Geber für Innenmontage
werden mit Kunstharz direkt auf die Innenseite eines GFK-Bootes geklebt. Sie orten direkt durch den Rumpf - allerdings auf Kosten der Echolot-Leistung. (Das hat unter anderem zur Folge, dass die maximal erreichbare Tiefe geringer ist, als mit einem Schwinger für den Heckspiegel.) Der Rumpf muss aus massivem Fiberglas bestehen, denn es ist nicht möglich, durch Aluminium, Holz oder Stahl zu orten. Die vom Geber erzeugten Schallwellen können sich durch Luft nicht fortsetzen, also müssen etwaige Verstärkungen aus Holz, Metall oder Schaumstoff vor dem Einbau entfernt werden. Ein anderer Nachteil dieser Art der Gebermontage ist die Möglichkeit, den Geber für möglichst perfekte Fischsicheln exakt auszurichten. Trotz der Nachteile gegenüber Durchbruch-Gebern, liegen die Vorteile auf der Hand. Zum einen ist der Geber gegen Beschädigungen durch Steine oder treibendes Holz perfekt geschützt, zweitens entstehen durch den Geber keine zusätzlichen Verwirbelungen, die die Ortungsqualität beeinträchtigen (vorausgesetzt, er wurde dort montiert, wo der Rumpf von sich aus den Vorbeistrom des Wassers nicht stört). Drittens ist der Einbaugeber nicht anfällig für Bewuchs.
Portable Geber
werden, wie der Name schon sagt, nur vorübergehend am Boot montiert. Sie werden üblicherweise mit einem Saugnapf am Bootsrumpf befestigt. Einige portable Geber können auch an Elektro-Bootsmotoren montiert werden.
Geber für den Heckspiegel
werden dort an der Unterkante des Rumpfes angebracht, so dass sie in ständigem Wasserkontakt stehen. Von den hier vorgestellten vier Gebertypen, ist dieser Schwinger der am häufigsten vertretene. Ein guter Schwinger für die Heckmontage kann an fast jedem Boot installiert werden und arbeitet auch bei hohen Geschwindigkeiten noch zuverlässig.
Schwinger und Geschwindigkeit
In den Anfängen des Sportfischens mit Sonar-Geräten, waren die Angelboote relativ klein und wurden mit einem Außenborder angetrieben, und ein richtig großer Außenborder besaß etwa 50 PS. Zu dieser Zeit waren die Echolote üblicherweise portabel, um leicht von einem Boot zum anderen transportiert zu werden, dies war wichtiger als die korrekte Funktion bei hoher Geschwindigkeit. Als mit der Zeit die Boote größer und die Motoren stärker wurden, kam diesem Aspekt allerdings eine immer höhere Bedeutung zu, was schließlich zur Entwicklung eines Schwingers führte, der bei allen Geschwindigkeiten gute Echos liefert. Kavitation ist das Haupthindernis bei hoher Geschwindigkeit. Solange der Geber sauber vom Wasser umströmt wird, sind auch keine Probleme beim Senden und Empfangen der Echolotsignale zu erwarten. Wird dieser Strom jedoch durch raue Oberfläche oder scharfe Kanten gestört, so bilden sich Turbulenzen. Dies führt so weit, dass Luftbläschen im Wasser entstehen. Diese so genannte Kavitation führt dazu, dass Luftbläschen sich auch am Gehäuse des Schwingers befinden, und dort einen Teil des Signals (also der Schallwellen) direkt schon wieder reflektieren. Da sich diese Bläschen so nahe am Geber befinden, ist das Echo sehr stark und überdeckt so einen Teil der schwächeren Fisch- und Bodenechos. Um dieses Problem zu lösen, muss das Gehäuse des Gebers so gestaltet werden, dass es vom Wasser umströmt wird, ohne Turbulenzen zu verursachen. Durch die vielen Bedingungen, die heutzutage mit einen Schwinger verbunden sind - kleines Gehäuse, um nicht mit dem Außenborder in Konflikt zu geraten, einfach anzubringen, und mit einem "Kick-Up", der Beschädigungen bei Kontakt mit Gegenständen im Wasser vermeidet. Ein Beispiel für einen solchen, modernen Geber ist der Lowrance HS-WS, der nicht nur bei hoher Geschwindigkeit gut funktioniert, sondern auch leicht einzubauen, und durch seine "Kick-Up"-Funktion vor Beschädigungen geschützt ist. Das Problem mit der Kavitation beschränkt sich nicht nur auf die Form des Gebers. Viele Bootsrümpfe erzeugen ebenfalls Turbulenzen im Wasser, die zur Entstehung von Luftblasen führen, die die Funktion des Gebers beeinträchtigen können. Zum Beispiel entstehen bei vielen Aluminiumboote Luftblasen durch die große Anzahl von Nieten am Bootsrumpf. Um dies zu vermeiden, muss der Geber außerhalb dieses Stroms von Bläschen angebracht werden, typischerweise so tief am Heckspiegel wie irgend möglich.
Geber-Sendewinkel
Der Schwinger konzentriert die Ultraschallschwingungen zu einem Strahl, der im Wasser einen immer größeren Bereich abdeckt, je tiefer er eindringt. Von der Seite her gesehen, gleicht dieser Bereich einem Kegel, dabei nimmt die Stärke der Echos von innen nach außen allmählich ab. Um den Sendewinkel eines Gebers zu ermitteln, wird die erste Messung der Signalstärke genau auf der Achse des Kegels vorgenommen, diese wird dann mit Werten verglichen, die an Orten außerhalb des Zentrums gemessen werden. Sobald die Signalstärke auf die Hälfte absinkt (-3db in der Elektrotechnik), ist damit der Sendewinkels des Schwingers bestimmt. Der komplette Winkel vom -3db Punkt auf der einen Seite, bis zum -3db Punkt auf der anderen Seite der Hochachse wird Sendewinkel des Gebers genannt. Dieser Punkt der halben Signalstärke (-3db) ist Standard in der Elektronikindustrie und die meisten Hersteller messen den Sendewinkel auch auf diese Art, einige wenige benutzen jedoch den -10db Punkt, an dem die Signalstärke auf ein Zehntel im Vergleich zum Zentrum zurückgegangen ist. Dies führt natürlich zu einem weitaus größeren Sendewinkel, der aber nichts mit der eigentlichen Leistung des Gebers zu tun hat, es wird nur anders gemessen. Zum Beispiel hat ein Geber wie der Lowrance HS-WS mit 20°-Sendewinkel bei -3db, einen Sendewinkel von 60° bei -10db. Lowrance bietet ein weites Spektrum an Gebern mit verschiedenen Sendewinkeln. Breite Geberkegel zeigen mehr von der Unterwasserwelt, auf Kosten der möglichen Tiefe, schmale Sendewinkel sorgen für große Tiefen, bedecken dafür einen kleineren Bereich unter Wasser. Die Lowrance Hochfrequenzgeber (200 kHz) gibt es sowohl mit schmalem (8°), wie auch mit breitem Sendewinkel (20°). Der 20°-Geber ist ideal für Binnengewässer, während der 8°-Geber für Salzwasser die bessere Wahl ist. Geber mit niedriger Frequenz (50 kHz) besitzen im Normalfall einen Sendewinkel zwischen 30 und 45 Grad. Obwohl ein Geber in seinem angegebenem Sendewinkel am empfindlichsten ist, so werden auch Echos außerhalb des Geberkegels angezeigt, sie sind nur nicht so stark. Je empfindlicher ein Echolot eingestellt wurde, und je größer die Sendeleistung ist, um so größer ist auch der abgedeckte Bereich, so sind etwa im Flachwasser problemlos Ortungen im Bereich von 90° möglich.
Die Automatik
Starten Sie Ihr Boot, fahren Sie zu einer geschützten Bucht und halten Sie an, lassen Sie den Motor aber weiter laufen. Nehmen Sie am besten einen Bekannten mit, der das Boot steuert, während Sie sich mit Ihrem Fischfinder vertraut machen. Schalten Sie das Gerät ein, und fahren langsam durch die Bucht. Sie sehen wahrscheinlich ein Bild, das dem links ähnelt. Die gepunktete Linie am oberen Rand des Bildschirms stellt die Wasseroberfläche dar. Der Grund ist auf dem unteren Teil des Bildschirms zu sehen. Die augenblickliche Wassertiefe (33,9 Fuß = 10,2 m) wird oben links angezeigt. Der Tiefenbereich dieses Beispiels erstreckt sich von 0 bis 40 Fuß, also 0 bis 12 m. Das Gerät befindet sich im Automatikbetrieb, stellt also kontinuierlich den Tiefenbereich so ein, dass das Bodenecho immer zu sehen ist.
Fischsymbole (Fish Symbol ID™)
Zu Ihrer Bequemlichkeit bietet Ihnen jeder Fischfinder von Lowrance die so genannten Fischsymbole. Einmal eingeschaltet, übernimmt das Gerät die Arbeit, die eingehenden Echos zu deuten. Fischsymbole sind nur im Automatikmodus möglich. Schalten Sie sie im manuellen Modus ein, so wird das Gerät von sich aus den Automatikmodus aktivieren. Fische und andere im Wasser schwebende Objekte werden als klar sichtbare Fischähnliche Symbole dargestellt, wobei vier verschiedene Größen möglich sind. Wenn Sie sich mit Ihrem Gerät erst einmal vertraut gemacht haben, werden Sie allerdings die Fischsymbole immer häufiger deaktivieren, um mehr Details über Fischbewegungen, Sprungschichten, Köderfische und Bodenstrukturen zu sehen.
ASP™ (Advanced Signal Processing = fortschrittliche Signalverarbeitung) Das ASP ist eine weitere Innovation bei Lowrance Fischfindern, die durch ausgeklügelte Elektronik und Programmierung kontinuierlich alle Änderungen von Bootsgeschwindigkeit, Wasserbedingungen und anderen möglichen Störeinflüssen kontrolliert, und dann automatisch die Einstellungen des Sonars so optimiert, dass immer das bestmögliche Bild dargestellt wird. ASP setzt die Empfindlichkeit gerade so hoch , das die Darstellung frei von "Rauschen" bleibt, regelt also das empfindliche Gleichgewicht zwischen Detailreichtum und Rauschunterdrückung. Diese Funktion kann ein- oder ausgeschaltet werden, und ist unabhängig von manuellem oder automatischem Betrieb. Das aktivierte ASP arbeitet "hinter den Kulissen" und erspart Ihnen dadurch viel Zeit, die Sie dann für das eigentliche Fischen nutzen können.
Empfindlichkeit (Sensitivity)
Die Empfindlichkeit steuert die Fähigkeit des Fischfinders, Echos wahrzunehmen. Eine niedrige Empfindlichkeit unterdrückt viele Daten über die Bodenbeschaffenheit, die Fischsignale und andere Objekte im Wasser. Eine hoch eingestellte Empfindlichkeit ermöglicht Ihnen, viele Details zu sehen, kann aber auch zu einer Überschwemmung des Bildschirms mit ungewollten Echos führen. Im Normalfall führt eine gut eingestellte Empfindlichkeit zu einem kräftigen Bodensignal mit Grayline® (Graulinie) und etwas Oberflächenstörungen. Im Automatikmodus wird die Empfindlichkeit erst so eingestellt, dass ein gutes Bodenecho zu sehen ist, dann wird sie noch ein wenig höher geregelt. So wird gewährleistet, dass keine Details verloren gehen, weshalb die Automatik ebenfalls noch auf Wasserbedingungen, Tiefe, etc. eingeht. Falls Sie die Empfindlichkeit nun per Hand einstellen, so ändert sich auch die Voreinstellung der Automatik. Da mit eingeschaltetem ASP die Automatik in über 90 Prozent der Fälle die richtige Wahl trifft, sollten Sie nur dann manuell eingreifen, wenn die Empfindlichkeit offensichtlich falsch gewählt wurde. Um die Empfindlichkeit im manuellen Modus korrekt einzustellen, verdoppeln Sie zuerst den Tiefenbereich. Ist dieser z.B. 0 bis 20 m, wechseln Sie auf 0 bis 40 m. Jetzt erhöhen Sie die Empfindlichkeit, bis bei etwa doppelter Wassertiefe ein zweites Bodenecho erscheint. Dieses "zweite Echo" wird verursacht durch Echos, die vom Grund zurückkehren, an der Wasseroberfläche reflektiert werden und dann ein zweites Mal nach ihrem Weg zum Grund vom Fischfinder empfangen werden. Da diese Echos doppelt so lange unterwegs sind, wird ihnen auch die doppelte Tiefe zugewiesen. Wechseln Sie jetzt den ursprünglichen Tiefenbereich zurück. Sie sollten jetzt mehr Details auf dem Bildschirm sehen können. Falls nun zuviel Rauschen erscheint, nehmen Sie die Empfindlichkeit etwas zurück.
Graulinie (Grayline®)
Mit Hilfe der Graulinie können Sie einfacher zwischen starken und schwachen Echos unterscheiden. Dabei werden Echos, die stärker als ein bestimmter vor eingestellter Wert sind, mit einem grauen Bereich versehen. Dies erlaubt Ihnen unter anderem die Unterscheidung zwischen hartem und weichem Boden. So liefert z.B. ein weicher, schlammiger oder mit Kraut bewachsener Boden nur eine schmale Graulinie. Ein harter Boden, mit seinem Signalecho, ergibt eine breite Graulinie. Zeigt das Sonar zwei Echos der gleichen Größe an, eins mit und eins ohne Graulinie, so hat das Objekt mit der Graulinie das stärkere Echo geliefert. Dies ist eine gute Hilfe, um Bewuchs oder Fische vom eigentlichen Grund zu unterscheiden. Die Graulinie ist einstellbar, da die Graulinie nur die Unterschiede zwischen starken und schwachen Signalen zeigt. Nach einer Änderung der Empfindlichkeit kann ebenfalls eine Änderung der Graulinie erforderlich sein.
Vergrößerung (Zoom)
Sie können beim Angeln wohl auch in einem Tiefenbereich von 0 bis 20 m Fischsicheln erkennen, viel einfacher wird es aber, wenn sie die Zoom Funktion benutzen, mit der alle Echo vergrößert auf dem Bildschirm dargestellt werden. Wenn sie die Vergrößerung einschalten, so erhalten sie ein Bild, ähnlich dem rechts. Der Tiefenbereich geht von 8 bis 38 Fuß, etwa 2,4 bis 11,4 m, also ein 9 m Zoom. Alle Objekte auf dem Bild- schirm werden jetzt (vertikal) vergrössert dargestellt, auch das Bodenecho. Fischsicheln sind jetzt leichter zu erkennen, Objekte nahe dem Boden sind vergrößert, ebenso werden kleinere Fische nahe der Wasseroberfläche dargestellt.
Fazit
Die in diesem Kapitel angesprochenen Schritte sind alles, was Sie per Hand durchführen müssen, um den Fischfinder optimal einzustellen. Mit etwas Übung wird es Ihnen auch bald möglich sein, die Empfindlichkeit korrekt einzustellen, ohne das zweite Bodenecho in Anspruch zu nehmen.
Wasser- und Bodenverhältnisse
Die verschiedenen Arten von Wasser, in denen Sie Ihr Echolot benutzen, beeinflussen seinen Betrieb in einem ziemlich großen Umfang. Süßwasser setzt Schallwellen keinen sonderlich großer Widerstand entgegen. In Salzwasser dagegen werden Schallwellen von allen möglichen Schwebeteilchen absorbiert und reflektiert. Hohe Frequenzen sind dafür deutlich anfälliger als niedrige und können in Salzwasser deshalb nicht so tief eindringen. Ein Teil des Problem liegt in der Natur der Meere selbst begründet - das Wasser wird durch Wind und Strömung ständig durchmischt. Wellen bringen Luftbläschen in das Oberflächenwasser und zerstreuen so das Ultraschallsignal, ebenso wie Plankton und Algen. Nicht zuletzt beeinträchtigen auch die im Wasser gelösten Mineralsalz die Ortungsergebnisse. Auch im Süßwasser gibt es Wind, Strömung und Mikroorganismen, die aber die Signale bei weitem nicht so sehr stören wie im Salzwasser. Schlamm, Sand und Bodenbewuchs absorbieren und zerstreuen das Ultraschallsignal und reduzieren so die Stärke des reflektierten Echos. Felsen, Korallen und andere harte Objekt im Wasser besitzen dagegen gute Reflexionseigenschaften. Den Unterschied sehen Sie auf dem Bildschirm Ihres Fischfinders. Ein weicher Boden, Schlamm z.B. erzeugt eine dünne Linie. Harter Boden dagegen wird durch eine breite Linie angezeigt. Sie können ein Echolot mit einem Blitzlicht in einem dunklen Raum vergleichen. Bewegen Sie das Licht durch den Raum, so werden weiße Wände und harte, helle Gegenstände deutlich abgebildet. Dunkler, mit Teppich bedeckter Boden und raue Oberflächen dagegen absorbieren und streuen das Licht und ist der Raum gar mit Rauch gefüllt, kann noch weniger erkannt werden. Der Rauch ist hier das Äquivalent zum Salzwasser bei den Echoloten.
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